Reise durch die Kartografie: Schiffsmodell auf Weltkarte

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Fahrtvorschläge

Fahrtvorschläge dienen der Beantragung von Schiffszeit und Bordzeit auf den deutschen großen und mittelgroßen Forschungsschiffen. Fahrtvorschläge können entweder als reguläre Fahrtvorschläge für die reine Schiffszeit ohne Finanzierung, oder als Kernfahrtvorschläge in Zusammenhang mit einem Förderantrag im Rahmen des DFG Infrastruktur-Schwerpunktprogramms SPP 2520 „Forschungsschiffe“ eingereicht werden.


Beim Erstellen eines Fahrtvorschlags(interner Link) ist je nach Schiffsgröße bis zur Realisierung eine Vorlaufzeit von ein bis vier Jahren einzuplanen. Zudem haben die Forschungsschiffe aus logistischen Gründen bestimmte großräumige Arbeitsgebiete, die bei der Planung ebenfalls zu berücksichtigen sind. Detaillierte Hinweise zum Verfassen wissenschaftlicher Fahrtvorschläge finden Sie im aktuellen Leitfaden(Anchor Link) für das Erstellen wissenschaftlicher Fahrtvorschläge. Für Anträge im SPP 2520 (siehe aktuelle Ausschreibung(interner Link)) gelten besondere Fristen und Bedingungen, die ebenfalls dem Leitfaden zu entnehmen sind.

Nutzen Sie zum Einreichen Ihres Fahrtvorschlags bitte das elan-Portal(externer Link) der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG). 

Bitte beachten Sie, dass die Nutzung des elan-Portals eine einmalige Registrierung erfordert, die zunächst seitens der DFG bestätigt werden muss. Die Bestätigung erfolgt werktags in der Regel innerhalb von 24 Stunden. An Wochenenden können keine Neuregistrierungen bearbeitet werden. Nutzer*innen der Forschungsschiffe, die aus anderen Zusammenhängen heraus bereits im elan-Portal registriert sind, können ihren bestehenden Account nutzen und müssen sich nicht erneut registrieren (siehe Hinweise zum Einreichen im elan-Portal(Anchor Link)).

Fahrtkategorien

Fahrtvorschläge für die deutschen Forschungsschiffe bedienen primär Fragen der Grundlagenforschung. Darüber hinaus können die Schiffe für weitere Zwecke genutzt werden, für die Fahrtvorschläge eingereicht werden müssen. 
 

Wissenschaftliche Fahrten sind Teil eines grundlagenwissenschaftlichen Projekts. Diese können bedarfsgerecht unterschiedlich gestaltet sein und variieren stark in der benötigten Seezeit. Solche Fahrten können Einzelprojekte sein oder Teil eines anderweitig geförderten Programms, das unter Umständen mehrere Fahrten umfasst. Auch Fahrten zum Monitoring z.B. von Umweltveränderungen und zur Wartung von Langzeitobservatorien sind als wissenschaftliche Fahrtprojekte zu betrachten und werden als solche begutachtet. 

Die mittelgroßen Forschungsschiffe werden regelmäßig für Fahrten genutzt, die als Studienleistung im Rahmen der studentischen Ausbildung in Universitätscurricula vorgeschrieben sind. Fahrtvorschläge für solche Fahrten können auch als Sammelanträge für jährliche Fahrten bis zum Ende der Akkreditierungsperiode des Studiengangs eingereicht werden. Darüber hinaus können Ausbildungsfahrten auch als Einzelfahrten für besondere Ausbildungsprogramme wie z.B. Sommerschulen oder „floating universities“ beantragt werden. Fahrtvorschläge für Ausbildungsfahrten werden vom Panel nicht primär wissenschaftlich, sondern insbesondere hinsichtlich der Angemessenheit der beantragten Arbeitstage auf See begutachtet.

Fahrten, die ausschließlich der Erprobung und Weiterentwicklung von neuen seegehenden wissenschaftlichen Geräten dienen, gelten nicht als wissenschaftliche Fahrten, sondern werden einer eigenen Kategorie zugeordnet. Bei einer Kombination von Geräteerprobungen mit einem grundlagenwissenschaftlichen Projekt ist ein regulärer wissenschaftlicher Fahrtvorschlag einzureichen. 

Kurzfahrten auf den mittelgroßen Schiffen von ein bis drei Arbeitstagen, die ausschließlich dem Test von wissenschaftlichen Geräten dienen, die noch in der Entwicklung sind, können direkt bei den Betreibern(Anchor Link) beantragt werden. 

Fahrten von mehr als drei Arbeitstagen auf allen Schiffen, die ausschließlich dem Test von wissenschaftlichen Geräten dienen, müssen einen regulären Fahrtvorschlag einreichen. Solche Fahrtvorschläge werden vom Panel nicht primär wissenschaftlich, sondern insbesondere hinsichtlich der Angemessenheit der beantragten Arbeitstage auf See begutachtet. 

In sehr seltenen Fällen sind spezielle Fahrten notwendig, die der Erfüllung der forschungspolitischen Agenda der Bundesregierung als Eigner einiger der deutschen Forschungsschiffe dienen, aber aufgrund von besonderen Rahmenbedingungen wie beispielsweise ressortübergreifenden Vereinbarungen nicht dem üblichen wissenschaftlichen Wettbewerb unterliegen sollen. Auch solche Fahrten haben zuvor einen regulären Fahrtvorschlag einzureichen, werden aber vom Panel vor allem hinsichtlich der Angemessenheit der beantragten Arbeitstage auf See begutachtet.