Einsatzgebiete der Schiffe

Portal deutsche Forschungsschiffe

Im Bereich der grundlagenorientierten Meeresforschung verfügt Deutschland über eine sehr leistungsfähige Flotte von Forschungsschiffen. Als universelle Plattformen ermöglichen die Schiffe Forschung in allen meereswissenschaftlichen Disziplinen und in allen Ozeanen.

Über dieses Portal können Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler, die an öffentlich finanzierten Forschungseinrichtungen (Hochschulen, Einrichtungen der Helmholtz-Gemeinschaft Deutscher Forschungszentren, Einrichtungen der Wissenschaftsgemeinschaft Gottfried Wilhelm Leibniz e.V., Institute der Max-Planck-Gesellschaft und nachgeordneten Bundesbehörden) beschäftigt sind, Fahrtvorschläge für die Forschungsschiffe POLARSTERN, METEOR, SONNE, MARIA S. MERIAN, ALKOR, HEINCKE und ELISABETH MANN BORGESE einreichen.  Die Einreichung von Fahrtvorschlägen zur Nebennutzung von FS POLARSTERN ist auch für Wissenschaftlerinnnen und Wissenschaftler aus dem Ausland möglich. Welche Forschungsgruppen Zugang zu den Forschungsschiffen erhalten, wird nach wissenschaftlichen Kriterien im Rahmen eines Begutachtungsverfahrens entschieden.

Seit Herbst 2017 erfolgt die Begutachtung und Bewertung der Fahrtvorschläge für alle Schiffe durch ein gemeinsames Begutachtungsverfahren. Weiterführende Informationen sind auf der Unterseite „Begutachtung“ zu finden.

Kurzfahrten von 1 bis 3 Arbeitstagen, die dem Test von sich in der Entwicklung befindenden wissenschaftlichen Geräten dienen, können direkt bei den Betreibern beantragt werden (s. Seite "Kontakt").

Neuigkeiten und Ausschreibungen:

Die weltweite Covid-19-Epidemie hat auch Auswirkungen auf die Schiffszeitvergabe, den Schiffsbetrieb und die Statuskonferenz Forschungsschiffe.

Pandemiebedingte Sonderausschreibung für die Forschungsschiffe METEOR und MARIA S. MERIAN

Für das letzte Quartal 2020 und für 2021 besteht ein deutliches Risiko, dass die pandemiebedingten nationalen und internationalen Reiserestriktionen bestehen bleiben, und bereits geplante Fahrten deshalb abgesagt werden müssen. Die Forschungsschiffe METEOR und MARIA S. MERIAN können jedoch auch unter diesen Umständen in einem gewissen Umfang Forschungsaufgaben durchführen. In diesem Zusammenhang können im Rahmen einer Sonderausschreibung des GPF einmalig außerhalb der üblichen Einreichungsfristen Fahrtvorschläge eingereicht werden, die die unten genannten besonderen Bedingungen erfüllen. Diese Fahrtvorschläge werden wie üblich extern begutachtet und durch das GPF bewertet. Mit einem entsprechenden Votum des GPF ist ab Ende Juli 2020 zu rechnen. Die im Rahmen dieser Sonderausschreibung positiv begutachteten Fahrtvorschläge werden auch dann im Fahrtplanungspool belassen, wenn die Reiserestriktionen aufgehoben werden.

Die folgenden Bedingungen sind zu berücksichtigen:

  • Der Start- und Endhafen ist Emden.
  • Das Arbeitsgebiet sollte sich in internationalen oder deutschen Gewässern befinden. Unter der Voraussetzung, dass die diplomatischen Antragsfristen kurz sind, können aber auch Fahrten in die EEZs anderer Staaten beantragt werden.
  • Das Arbeitsgebiet befindet sich außerhalb von nach Polarcode als arktisch ausgewiesenen Gewässern.
  • Die Teilnehmerzahl ist auf 13 Teilnehmer begrenzt.
  • Die Fahrtteilnehmer müssen ihren Wohnsitz in Deutschland haben (keine Teilnehmer von Instituten im Ausland).
  • Die maximale Einsatzzeit inklusive An-/Abfahrten von/nach Emden beträgt 30 Tage.
  • Der Fahrtvorschlag muss ganzjährig durchführbar sein (keine saisonale Bindung).
  • Der Fahrtvorschlag muss ohne Großgeräte durchführbar sein (kein Einsatz von ROV, AUV, MeBo).

Fahrtvorschläge in Zusammenhang mit dieser Ausschreibung müssen bis zum 8. Juni 2020 (10:00 h MESZ) über das Submission-System des Portal deutsche Forschungsschiffe unter www.portal-forschungsschiffe.de/fahrtvorschlaege/einreichen eingereicht werden. Weitere Informationen zur Vorbereitung von Fahrtvorschlägen sind unter www.portal-forschungsschiffe.de/fahrtvorschlaege/leitfaden zu finden.

Schiffsbetrieb
Aufgrund der durch die Corona-Pandemie bedingten weltweiten Reisebeschränkungen können zahlreiche geplante Fahrten im Jahr 2020 nicht mehr durchgeführt werden. Die Forschungsschiffe SONNE, METEOR und MARIA S. MERIAN sind nach Deutschland zurückgekehrt und halten sich derzeit im Hafen in Emden bereit. Von Mitte Mai bis Mitte Juni 2020 werden die Forschungsschiffe SONNE und MARIA S. MERIAN zum Support der MOSAiC-Expedition eingesetzt. Für das FS METEOR finden in diesem Zeitraum geplante Reparatur- und Wartungsarbeiten in der Emder Werft und Dock GmbH statt. Entfallene Fahrten verbleiben im Fahrtplanungspool und werden zu einem späteren Zeitpunkt erneut geplant. Fahrten, die im Rahmen von Transitausschreibungen zugesagt und nun gestrichen wurden, entfallen ersatzlos.

Statuskonferenz Forschungsschiffe 2020
Aufgrund der Ansteckungsgefahr durch den Corona-Virus wird die Statuskonferenz Forschungsschiffe, die für den 24. und 25. März 2020 am Institut für Chemie und Biologie des Meeres (ICBM) der Universität Oldenburg geplant war, auf einen späteren Termin verschoben. Dieser Termin wird so schnell wie möglich bekanntgegeben.

Schiffszeitvergabe
Zu den sonst üblichen Entscheidungssitzungen werden derzeit alternative, elektronische Verfahren erarbeitet, um eine reibungslose Begutachtung in den bekannten Fristen sicherzustellen.

Außerdienststellung FS POSEIDON
Das FS POSEIDON wird im Dezember 2019 außer Dienst gestellt. Ab sofort werden deshalb keine Fahrtvorschläge für FS POSEIDON mehr akzeptiert.

Kommende Ausschreibung:
Abgabe der Fahrtvorschläge im Portal deutsche Forschungsschiffe: 31. August 2020 bis 10:00 Uhr vormittags
Sitzung des GPF: 04./05. Juni 2020
Rückmeldung an die Antragsteller: ab dem 03. Juli 2020